Einkaufszentrum auf dem Kiekert-Gelände - Die Verschlimmbesserung des Kontraproduktiven


Ein weiteres Mal wurde am 9. April in der Ratssitzung ein Einkaufszentrum auf dem Kiekert-Gelände verabschiedet. So weit war man vor einem Jahr schon einmal.

Doch der damals gewählte Investor sah sich nicht im Stande, das, für was er sich beworben hatte, auch wirklich leisten zu können. Daher gab er beim Bürgermeister eine neue Ausschreibung in Auftrag und dieser kam ihm gerne entgegen. Und natürlich fand auch keine wirklich neue Ausschreibung statt, nur die Bewerber vom letzten Mal durften mitmachen. Es kam, wie es kommen musste. Natürlich hat außer dem damaligen Ausschreibungssieger erst gar keiner ein Angebot abgegeben. Und so bekam die Firma Procom das von ihr Bestellte.

Zu einer Verbesserung kam es dabei in keinem einzigen Punkt. Abgesehen davon, dass das Einkaufszentrum aufgrund des zweistöckigen Parkens auf dem Dach nun zwingend überdacht ist. Ein Zustand, den der Bürgermeister bei der ersten Planung (ohne überdachung) noch heftig kritisiert hatte. Sollten sich die Bürger doch bei schlechtem Wetter nicht zu wohl fühlen und viel mehr mit den gleichen Widrigkeiten zu kämpfen haben, wie an der Hauptstraße. Sonst würde ja kein Bürger, gerade bei schlechtem Wetter, den Gang in die Innenstadt entlang der Hauptstraße antreten. Genau diese Situation kritisiert die WAHL seit Beginn der Planung. Der Hauptgrund für das Einkaufszentrum liegt in der Ansiedlung eines neuen, größeren Vollsortimenters.

Dieser wird so groß ausfallen und ein derart breites Sortiment anbieten, dass stark bezweifelt werden muss, dass die Kunden, wie immer behauptet, nach dem dortigen Einkauf noch den Gang in die Innenstadt antreten. Dieser Gang wird auch noch erheblich durch die Westfalenstraße erschwert. In Wahrheit wird es wohl so aussehen, dass die Kunden sich bequem im Einkaufszentrum versorgen, ihre Einkäufe in den Kofferraum ihres Autos stecken und dann wieder fahren, ohne die Innenstadt aufgesucht zu haben. Das Einkaufszentrum wird die Einkaufsmöglichkeiten im innenstadtnahen Bereich sicherlich verbessern. Darunter werden die Geschäfte an der Hauptstraße aber spürbar zu leiden haben. Wenn man die Fläche des ehemaligen Haus der Kirche, wie von der WAHL immer gefordert, verwendet hätte, um die Angebote in vernünftiger Größe direkt an der Hauptstraße anzusiedeln, wären die neuen Angebote allen Geschäften in der Innenstadt zu Gute gekommen. Da sich der bestehende REWE Markt bei der neuen Konkurrenz auf dem Kiekert-Gelände auch nur schwer wird halten können, produziert man sogar noch mehr Leerstand an der Hauptstraße, und gerade ein Kundenmagnet, wie ein Vollsortimenter, sollte in der Innenstadt und damit an der Hauptstraße platziert sein.

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